Category: Beratungsmarkt
Brand eins Ranking der Unternehmensberater 2016 – Das Who is Who des deutschen Beratermarktes

Aller guten Dinge sind drei. Gerade ist der dritte Brand eins Branchenreport Unternehmensberater erschienen und neben den Artikeln über die Beratungsbranche findet sich auch wieder das aktuelle Berater-Ranking von Statista. Und im dritten Anlauf hat sich das sogenannte Brand eins Ranking aus meiner Sicht endgültig etabliert. Im Jahr 2016 umfasst es 293 Beratungsunternehmen in insgesamt 13 Branchen und 18 Beratungskategorien. Damit bildet es den Beratermarkt in seiner Breite ab wie wohl keine andere Marktübersicht im Consulting, findet man doch von AAA Auctor Actor Advisor bis ZMM Zeitmanager München sowohl kleine Zwei-Mann-Berater-Teams als auch die Beratungsgiganten Accenture und IBM, .

Brand eins Berater-Ranking gibt einen breiten Überblick

Dass es kein exklusiver Club bekannter Beratungshäuser ist, ist eine Stärke des Brand eins / Statista Rankings: Bewerbern, Beratern und Klienten erhalten so einen recht kompletten Überblick über Beratungen in Deutschland mit einer ersten Einschätzung des Kompetenzprofils. Im Gegensatz zu Prof. Dietmar Fink, der mit seinem Team seit Jahren die Qualität der Managementberater sehr tiefgehend aus der Klientenperspektive ermittelt, und dem Best of Consulting Wettbewerb von Frank Höselbarth, der mit Hilfe einer Jury vor allem auf Basis von Leuchtturmprojekten bewertet, setzt Statista auf eine breite, aber dafür weniger tiefe Befragung des Marktes. So haben mehr als 1600 Consultants und eine ungenannte Anzahl von Entscheidern aus Klientenunternehmen an der Befragung teilgenommen und die Beratungsunternehmen aus ihrer Sicht beurteilt.

Der Blick in die zweite und dritte Reihe der Berater

Die großen Strategie- und IT-Berater sowie die Big4 sind in fast allen Kategorien vertreten (Siehe Tabelle). Spannender ist der Blick in die zweite und dritte Reihe. Hier finden auch Experten noch Hidden Champions. Die Reihenfolge in den insgesamt 31 Branchen und Kategorien sollte man sicherlich nicht überbewerten. Betrachtet man beispielsweise den Maschinen- und Anlagenbau, mag man es kurios finden, dass prius Consult vor ROI Management Consultants geführt wird. Aber die 40 Beratungshäusern, die in dieser Branche gelistet sind, stellen auf jeden Fall eine gute long list dar.

Consulting Ranking 2016

Das Berater-Ranking von Brand eins und Statista 2016: Eine Übersicht über die Beratungsunternehmen mit den meisten Platzierungen

 

Redaktioneller Schwerpunkt Consulting 4.0

Die Marktübersicht ist nur ein Teil des Branchenreports. Den redaktionellen Schwerpunkt bildete 2016 Consulting 4.0, also die Digitalisierung der Unternehmensberater. Das ist eine richtige, wenn auch keine überraschende Wahl. Es ist der Brand eins Redaktion aber gelungen viele spannende Geschichten zum Thema zu recherchieren sowie Interviews und Statements zahlreicher Marktkenner zu sammeln. Die Stimmen aus der Praxis runden die Marktübersicht jedenfalls sehr gut ab. Der Branchenreport Unternehmensberater von Brand eins Wissen und Statista umfasst 140 Seiten und ist für 9,50 EUR erhältlich.


Lab Consulting Barometer 2016 – Big Data gefährdet das klassische Geschäftsmodell der Unternehmensberater

Durch Big Data können Unternehmen immer mehr Daten automatisiert analysieren. Das ist zunächst ein lukratives Betätigungsfeld für Consultants. Neun von zehn Unternehmensberatern sehen in der Veränderung der Unternehmenslandschaft durch Big Data und Data Analytics eine Chance für ihre Branche, so das Consulting Barometer der Personalberatung Lab & Company. Doch einmal eingeführt, können Klienten ihre Daten selbst analysieren und benötigen keine externe Unterstützung mehr dafür. Einige der befragten Teilnehmer des Consulting Barometers sind der festen Überzeugung, dass Junior-Berater durch den Einsatz von Big Data in hohem Maße überflüssig werden. „Wenn ich die große Anzahl von Junior Beratern nicht mehr brauche, dafür aber um so mehr Köpfe mit Erfahrung, geschultem strategischem Denken und Branchenwissen, dann funktioniert das klassische Karrieremodell der Beratungen nicht mehr“, so Franziska Klein von Lab & Company. Denn das Pyramiden-Karriere-Modell der Beratung basiert darauf, dass eine große Anzahl von Berufseinsteigern mit einigen Managern für wenige Partner arbeitet. Es werde daher laut Lab & Company in Zukunft verstärkt darum gehen, die wenigen erfahrenen Berater zu halten und mehr Quereinsteiger zu gewinnen.

Die Zukunft gehört den Trusted Advisors

Laut Marcel Ramin Derakhchan, Managing Partner von LAB & Company, werden zukünftig vor allem solche Beratungsunternehmen Erfolg haben, deren Beratern es gelingt, Vertrauens- und Bezugsperson des Kunden zu sein. „Neben Methodenwissen und C-Level-Tauglichkeit, ist ausgeprägtes Branchen-Know-how sowie ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz notwendig“, so Derakhchan. Trusted Advisor ihrer Klienten zu werden, versuchen allerdings viele Beratungsunternehmen mit unterschiedlichem Erfolg. Gerade hat eine aktuelle Studie von Source for Consulting wieder ergeben, dass die Klienten gerne Konzept und Implementierung von unterschiedlichen Beratungshäusern durchführen lassen.

Das Consulting Barometer von Lab & Company 2016

Im jährlichen Consulting Barometer von Lab & Company, das bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde, sahen rund drei Viertel der befragten Berater, dass sich die Rolle der Berater stärker in Richtung eines Navigators und Coaches für das Top- Management verändern wird. 72 % glauben, dass die strategische Bewertung von Datenanalysen als Kernaufgabe von Beratern zunehmen wird. Die Fähigkeit, auf unstrukturierte und unklare Fragestellungen durch den systematischen Einsatz von Analytics konkrete Antworten zu geben, wird ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der Berater werden. Allerdings bleibt zu erwarten, dass für die Bewertung der Daten eher weniger, aber dafür erfahrenere Berater benötigt werden, als für das Erstellen von Basisanalysen.

Trends erschüttern die Beraterpyramide

Zusammenfassend könnte man sagen, dass kurzfristig die digitale Transformation erhebliche Umsatzpotentiale eröffnet, langfristig aber wohl auch disruptive Auswirkungen auf die Branche hat. Erstens weil der Bereich der Datenanalyse deutlich schrumpfen wird und zweitens weil die heutige Beraterpyramide nicht mehr für die Anforderungen der Klienten passt.

Die ausführlichen Ergebnisse finden Sie auf den Seiten hier

 


Deutscher Beratungsmarkt wächst 2015 weiterhin stabil mit sieben Prozent

Die deutsche Consultingbranche wächst im Jahr 2015 um sieben Prozent auf ein Gesamtvolumen von 27,0 Milliarden Euro. Das hat der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) gestern bei der Veröffentlichung der Marktstudie „Facts & Figures zum Beratermarkt 2015/2016“ mitgeteilt, die auf einer Befragung der BDU-Mitglieder basiert. Der Ausblick für 2016 ist mit einem prognostizierten Umsatzwachstum von 7,5 Prozent sogar noch etwas besser. Sieben von zehn befragten Beratungsunternehmen haben laut BDU eine positive Wachstumsprognose abgegeben, zwei sehen stagnierende Umsätze und einer von zehn Befragten ist skeptisch. Vor allem die Banken, die Prozessindustrie (Chemie & Pharma) und der öffentliche Sektor sind Treiber des Wachstums.

Umsatzentwicklung Consulting Markt in Deutschland

Der deutsche Beratermarkt wächst seit Jahren stetig

Die seit nunmehr sechs Jahren recht stabilen Wachstumszahlen spiegeln allerdings nicht wieder, in welchem Umbruch sich der Beratermarkt gerade befindet. „Im Beratungsmarkt entstehen gerade viele neue Dienstleistungsangebote rund um die Digitalisierung. Dazu gehören die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen und die Bereitstellung entsprechender Lösungen, aber auch Analyse Tools, um aus Big Data auch die entsprechenden Informationen zu gewinnen“, so Hans-Werner Wurzel, Präsident des BDU. Die digitale Transformation in den Unternehmen führe zu einer hohen Nachfrage nach Beratungsleistungen. Praktisch jeder Consultant positioniert sich heute in den digitalen Themen wie Industrie 4.0, Big Data oder Cloud. Der BDU nennt hier vor allem drei Bereiche mit besonders großem Umsatzwachstum im laufenden Jahr: Development & Innovation (+ 7,6 %), Changemanagement (+ 8,5 %) und IT- Anwendungen & Infrastruktur (+ 8,2 %).

Klientenbranchen Consulting Deutschland

Die Umsatzentwicklung der einzelnen Branchen laut BDU-Studie 2015/2016

Der BDU hat im Rahmen der Marktstudie vier Trendthesen abgefragt:

  • 84 Prozent erwarten, dass die Digitalisierung Beratungsportfolio, Geschäftsmodelle und Prozesse der Beratungsunternehmen in den kommenden Jahren stark verändern wird
  • 79 Prozent glauben, dass durch strategische Zusammenarbeit mit etablierten Software-Anbietern zunehmend neue Lösungsanbieter bei den Themen „Daten I Analyse I Business Intelligence I Cloud“ entstehen werden.
  • 71 Prozent der Befragten beobachten, dass der Wettbewerb um die digitalen Talente voll entbrannt ist. Hier besteht allerdings ein erheblicher Unterschied zwischen großen Beratungsunternehmen und kleinen Consulting-Unternehmen. 92 Prozent der „großen“ Unternehmensberatungen mit über 10 Millionen Euro Umsatz haben hier eine Herausforderung.
  • 82 Prozent rechnen damit, dass die großen Wirtschaftsprüfungen in den nächsten zwei bis drei Jahren ihr Consultinggeschäft noch deutlicher ausbauen werden. Nach einer aktuellen Studie von NEWCOVENTURE und Consultingsearcher nimmt der Konsolidierungsdruck allerdings ab. Wir erwarten daher eher ein organisches Wachstum und nur wenige Übernahmen.

Weiterhin interessant ist der Beratermarkt für die Beschäftigung. Zwei Drittel der befragten Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 10 Millionen Euro planen erfahrene Berater einzustellen. Sogar 78 Prozent wollen neue Junior Consultants rekrutieren. Consulting bleibt damit mit rund 110.000 Beschäftigten einer der wichtigsten Arbeitsmärkte für Akademiker in Deutschland. Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre wird er diese wichtige Rolle auch weiterhin ausbauen, da Unternehmen die externe Kompetenz der Consultants stärker nutzen. Die Perspektiven sind also weiterhin gut, exzellent, wenn die Bewerber digitale Kompetenz vorweisen können.

Der BDU stellt interessante Charts mit weiteren Details der Studie hier zur Verfügung: BDU-Marktstudie „Facts & Figures zum Beratermarkt 2015/2016“ 


Future of Consulting – ein fundamentaler Wandel des Geschäftsmodells Beratung

Digitalisierung, knappe Budgets der Klienten, kostenlose Informationen im Web und Nachwuchsmangel sind zur Zeit die größten Herausforderungen im Consulting. Das hat eine aktuelle Kurz-Umfrage von Euroforum unter Unternehmensberatern ergeben. Fast zwei von drei befragten Entscheidern sehen damit die Digitalisierung als große Herausforderung.

Herausforderungen im Consulting

Beratungsprozesse und –produkte auf dem Prüfstand

Dabei geht es aber nicht nur um kleine Optimierungen, sondern um das Geschäftsmodells von Unternehmensberatungen an sich. Befragt nach den konkreten Themen haben 95 Prozent (!) der Befragten geantwortet, dass es die Beratungsprozesse und -produkte der Zukunft sind, die sie beschäftigten. Wie muss man sich strukturell neu aufstellen und wie sieht das Arbeitszeitmodell der Zukunft in der Beratung aus, diesen Fragen stellen sich etwa die Hälfte der Befragten.

Trends im Consulting

Der Wandel ist demnach ein fundamentaler. Es scheint nicht damit getan zu sein, nur das Beratungsportfolio um „Digitale Transformation“ zu ergänzen und die Berater für Digitalisierungsthemen und Industrie 4.0 fit zu machen. Auch die Etablierung von speziellen digitalen Business Units, die Reaktion der meisten Unternehmensberatungen bisher, ist als Antwort auf die Grundsatzfrage offenbar nicht ausreichend.

Die Zukunftsfragen des Consulting

Wie der Umbruch in der Consultingbranche aussehen wird, ist noch unklar. Sicher scheint nur, dass ein fundamentaler Wandel des Geschäftsmodells der Unternehmensberatungen bevorsteht. Vielleicht gibt es auf der Euroforum-Konferenz „Future of Consulting“ vom 30.Juni bis 1. Juli 2016 in Berlin Antworten auf die Fragen nach der Zukunft des Consulting.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier www.euroforum.de/consulting

 

Quelle: Euroforum 2016


Kunde zuerst. Wirklich? Ergebnisse einer aktuellen Studie zur Kundenorientierung von Beratern

Wir kennen das. Jeder weiß, wie man gesund leben kann, aber nicht jeder tut es. Dann wird der Dauerlauf auf morgen verschoben und doch noch einmal ausnahmsweise der Nudelauflauf bestellt statt eines Feldsalates. Kognitive Einstellungen wie die Kenntnisse über gesunde Ernährungsregeln haben eben keinen leichten Stand gegen affektive wie das Essverhalten.

Ähnlich geht es in Unternehmen mit der Kundenorientierung. Klar, sie ist wichtig. Sie steht auch an erster Stelle im Leitbild, das man sich in langen Strategieworkshops gegeben hat. Darauf konnte man sich auch recht schnell kognitiv einigen, bevor die zähen Diskussionen über Reisekostenrichtlinien, Firmenwagenregelungen und Vergütungssysteme geführt wurden.

Eine Studie der Unternehmensberatung Fendel & Partner hat jetzt die große Bedeutung der Kundenorientierung im Consulting bestätigt. 88 Prozent finden der Teilnehmer, dass die Kundenorientierung zentral für den Geschäftserfolg ist. Die Kundenbeziehungen seien laut Teilnehmer auch überwiegend sehr gut. Interessant sind die Gründe, die einer noch stärkeren Kundenorientierung aus Sicht der Teilnehmer entgegenstehen und was die Teilnehmer aus ihrer Sicht besser machen könnten.

Verbesserungspotentiale für Kundenorientierung

Was Berater aus ihrer Sicht noch für mehr Kundenorientierung machen können

Doch es gibt zwei Punkte, die aufmerken lassen: In der (affektiven) Unternehmenspraxis sieht die konkreten Umsetzung der Kundenorientierung dann doch nicht ganz sooo gut aus, nämlich nur recht gut. Und: Die Kundenwünsche sind eher unklar. Die Autoren von Fendel & Partner schreiben: „Interessant finden wir, dass die wahrgenommene Kundenbeziehung und die Weiterempfehlungsquote offenbar sehr gut sind, man aber die wirklichen Kundenwünsche nicht so genau kennt.“ Um danach zu empfehlen: „Vielleicht könnte man öfter mal bereit sein, sehr genau zuzuhören und sich überraschen zu lassen? Und dann etwas Neues zu entdecken, das einen weiterbringt.“ Vielleicht also mehr mit den Kunden reden als über Vergütungssysteme?

Wer also etwas Neues zur Kundenorientierung lesen will, dem sei die kurze Studie von Fendel & Partner ans Herz gelegt: Die gesamte Studie zur Kundenorientierung in der Unternehmensberatungen gibt es als PDF.

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