Category: Beratungsmarkt
Thought Leadership für Berater: Studien und Whitepaper über den Consultingmarkt

Der Consulting-Blog Consultingmarket.de bietet ab sofort interessante Dokumente wie Studien, Branchenreports und Whitepaper zum Consulting und Beratermarkt zur Verfügung. Wir haben dazu eine eigene Seite eingerichtet, auf der Sie die Dokumente einfach bestellen können. Nach der Eingabe Ihrer Mail-Adresse erhalten sie umgehend das Dokument als PDF zugesendet. Die Studien und Whitepaper finden Sie hier.

Wenn Sie ein spannendes Dokument zum Thema Consulting-Markt, Beratermarketing und Karriere in der Unternehmensberatung haben, rezensieren wir dies auch gerne und nehmen es in unsere Dokumenten-Sammlung auf, wenn wir glauben, dass unsere Leser Interesse daran haben. Wir freuen uns auf Ihre Mail und die Zusendung Ihrer Studie und Ihres Reports an info(at)consultingmarket.de.


Strategy Shift im Consulting – So entwickelt sich der Beratungsmarkt 2016
Markus T. Schweizer, EY

Markus T. Schweizer ist Managing Partner Advisory Services GSA bei EY

„Wir erleben eine Renaissance der Strategieberatung“, sagt Hans-Georg Scheibe, Vorstand von ROI Management Consulting. Denn aufgrund der Verunsicherung durch neue Technologien, Geschäftsmodelle und geänderte volkswirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen gibt es laut Scheibe eine verstärkte Nachfrage nach Orientierung. Markus T. Schweizer, Managing Partner für Advisory Services bei EY sieht die Digitalisierung als Ursache: „Digitalisierung als Megatrend treibt nicht nur die Veränderung der Geschäftsmodelle unserer Kunden, sondern auch die Struktur des Beratungsmarktes. Ich erwarte eine zunehmende Nachfrage nach transformationsbezogener Strategieberatung einerseits, aber auch nach eher operativen Beratungsleistungen in den Bereichen Analytics oder Cyber Security andererseits.“

Vordenkertum der Berater wird für Klienten immer wichtiger.

Das Comeback der Strategie stellt Professor Dietmar Fink in seinen Studien schon länger fest. War 2007 bis 2011 noch die Umsetzungsfähigkeit das wichtigste Auswahlkriterium bei der Wahl einer Managementberatung, wünschen sich die Klienten nun mehr strategischen Weitblick: Vordenkertum – auf Beraterdeutsch auch Thought Ledership genannt, also die Fähigkeit der Berater, innovative, praxistaugliche Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen eines Unternehmens, einer Branche oder der Gesellschaft als Ganzes zu entwickeln, liegt in den Fink-Studien seit 2013 an der Spitze noch vor Umsetzungsfähigkeit und Branchenkenntnissen der Consultants. Noch dramatischer wird diese Renaissance der Strategieberatung, wenn man bedenkt, dass 2007 das Vordenkertum noch an vorletzter Stelle sogar hinter Teamfähigkeit und Preis rangierte.

Auswahlkriterien für Berater

Die wichtigsten Kriterien zur Auswahl eines Managementberaters laut Professor Dietmar Fink, Hidden Champions Studie 2015

IT Berater verbessern durch die Digitalisierungswelle ihre Wettbewerbsposition

Die Gleichung mehr Strategie, d.h. mehr Geschäft für die klassischen Strategieberater geht allerdings nicht auf. Zunehmend werden Spezialisten auch in strategischen Fragen ernst genommen. Und: Bei Fragen der Digitalisierungsstrategie konkurrieren die BCGs und McKinseys zunehmend mit den gehobenen IT Beratungen, stellen die Marktkenner von Sourceforconsulting fest. Die ersten Trendzahlen der Consulting 4.0 Studie von Newcoventure und Consultingsearcher zeigen auch, dass die IT Beratungen – neben den digitalen Beraternetzwerken und den Consultingmarktplätzen – ihre Wettbewerbsposition nach Einschätzung der Befragten verbessern werden. 49 Prozent sehen eine verbesserte Wettbewerbsposition von IT Consultants, während nur 6 Prozent dies für klassische Managementberater erwarten. Die Consulting 4.0 Studie zeigt auch, dass meisten Beratungsunternehmen durch den Aufbau einer eigenen Consulting-Unit für Digitale Transformation auf die große Nachfrage reagieren.

Schwierige Lage für Commodity-Consulting auf dem deutschen High-End-Beratermarkt

Sicher ist, dass die Aussichten für Berater mit wichtigen Kompetenzen wie Vordenkertum oder mit gefragten Alleinstellungsmerkmalen hervorragend sind.

Hans-Georg Scheibe, ROI

Hans-Georg Scheibe, Vorstand der ROI Management Consultants AG

Hans-Georg Scheibe von ROI sieht die Tagessätze stabil, „wenn man mit dem richtigen Ansatz punkten kann. In Themenbereichen, die vermehrt zu Commodities werden, ist allerdings mit einem starken Preisdruck zu rechnen.“ Sourceforconsulting stuft den deutschen Beratermarkt im internationalen Vergleich als High-End-Markt ein: „this is largely because German clients insist on using consultants to provide high-end strategic advice and specialist skills rather than the more commoditised services, including contingent labour, for which they’re often used elsewhere.“ Angesichts der großen Zahl an Unternehmensberatern und Unternehmensberatungen stellt sich die Lage für Commodity-Beratung also als schlechter dar. Markus Schweizer: „Für ‚mission critical‘ Beratungsprojekte mit gesteigerter Komplexität und entsprechender Differenzierung der Anbieter sind Kunden nach wie vor bereit eine Prämie zu bezahlen, während Beratungsdienstleistungen mit stärkerer Standardisierung einem hohen Preisdruck ausgesetzt sind.“ Es sei denn, sie positionieren sich als Generalunternehmer. „Im Rahmen der durch Digitalisierung oder andere Faktoren getriebenen Unternehmenstransformationen erwarte ich eine besonders große Nachfrage nach integrierten Beratungsleistungen“, so Markus Schweizer. Die verschiedenen benötigten Kompetenzen können laut Schweizer aus einer Hand angeboten werden oder durch einen Generalunternehmer im Rahmen eines Konsortiums mehrerer Beratungsunternehmen geführt und koordiniert werden. Marc Kloepfel Gründer und Geschäftsführer von Kloepfel Consulting: „Bei Themen wie Produktionserweiterungen, Globalisierung und Fachkräftemangel greifen Unternehmen gern auf die Hilfe von Spezialisten zurück. Hier wird sich in diesem Jahr wenig ändern.“

Industrie 4.0 als beherrschendes Beratungsthema für 2016

Marc Kloepfel, Kloepfel Consulting

Marc Kloepfel, Gründer und Geschäftsführer Kloepfel Consulting GmbH

Die Entscheider am Standort Deutschland setzen vor allem auf Industrie 4.0. „Industrie 4.0 sowie immer schneller eintretende globale Veränderungen sind für mich die großen Herausforderungen der Consulting-Branche. Viele Unternehmen wissen heute noch gar nicht, was hinter Industrie 4.0 zu verstehen ist“, so Marc Kloepfel. Daher lautet sein Ziel die Kloepfel Consulting Gruppe für die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung in der Supply Chain fit zu machen.

Auch Hans-Georg Scheibe wird Beratung für Industrie 4.0 forcieren: „Wir werden die Industrialisierung unserer neu entwickelten Beratungsprodukte im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0 sehr konzentriert vorantreiben.“

Gutes BDU-Geschäftsklima und Wachstumserwartungen von sechs bis acht Prozent für den Gesamtmarkt

Die gerade skizzierten besonderen Branchentrends im Consulting finden in einem sehr freundlichen gesamtwirtschaftlichen Umfeld statt. Marc Kloepfel: „Trotz weltweiter Turbulenzen geht es der deutschen Wirtschaft gut. Auch für das kommende Jahr sehe ich wenig Grund zur Besorgnis – der hohe Dollarkurs und der niedrige Ölpreis tun ihr Übriges. Dies sollte sich auch für die Consulting-Branche positiv auswirken.“ Den Optimismus unterstreicht auch die Geschäftsklima-Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) für das dritte Quartal 2015. 48 Prozent der Unternehmensberater bewerten demnach ihre Geschäftslage Ende September 2015 als gut.

Ed Haigh, Source

Edward Haigh, Director of the business, Sourceforconsulting

Der Indexwert der BDU-Geschäftsklima-Befragung – eine Kombination aus aktueller Geschäftslage und Geschäftsaussichten – ist mit 32,7 auf den höchsten Wert seit dem ersten Quartal 2014 (34,5) gestiegen. Markus Schweizer: „Ich erwarte weiterhin eine starke Nachfrage nach Beratungsleistungen und einen um ca. 6 bis 8 Prozent wachsenden Gesamtmarkt in Deutschland 2016.“

Edward Haigh von Sourceforconsulting sieht in diesem Jahr den deutschen Markt als attraktivsten Beratungsmarkt weltweit: “In addition to its world leading revenues per consultant, the DACH consulting market is also attractive because it’s growing well, and is a market in which the use of consultants is well-established in the minds of clients.“ Blendende Aussichten also für 2016.

Die vollständigen Interviews finden Sie hier:

Interview mit Markus T. Schweizer, EY

Interview mit Marc Kloepfel, Kloepfel Consulting

Interview mit Hans-Georg Scheibe, ROI Management Consulting


Marc Kloepfel, Kloepfel Consulting: „Industrie 4.0 als große Herausforderung für die Consulting-Branche“

Wie wird das Jahr 2016 aus Sicht der Unternehmensberater? In der Serie von Consultingmarket.de haben wir CEOs renommierter Beratungshäuser zu den Trends auf dem Beratermarkt befragt.

Marc Kloepfel, Kloepfel Consulting

Marc Kloepfel, Gründer und Geschäftsführer Kloepfel Consulting GmbH

Marc Kloepfel ist Gründer und Geschäftsführer der Kloepfel Consulting GmbH mit Sitz in Düsseldorf. 2007 gründete er gemeinsam mit Efe Duran Sarikaya die Einkaufsberatung Kloepfel Consulting, die sich vor allem auf die Senkung der Einkaufskosten spezialisiert hat – insbesondere verspricht Kloepfel die Reduzierung der Beschaffungskosten, die Optimierung der Einkaufsprozesse und die Verringerung der Produktkosten. Kloepfel Consulting hat sich im Pricing klar positioniert. Die Einkaufsberater aus Düsseldorf setzen nicht auf klassische Honorare, sondern sie lassen sich zu 100 Prozent aus dem erzielten Erfolg vergüten.

Interview mit Marc Kloepfel, Gründer und Geschäftsführer, Kloepfel Consulting

 

Was sehen Sie als großen Trend in der Consulting-Branche 2016?

Marc Kloepfel: Industrie 4.0 sowie immer schneller eintretende globale Veränderungen sind für mich die großen Herausforderungen der Consulting-Branche. Viele Unternehmen wissen heute noch gar nicht, was hinter Industrie 4.0 zu verstehen ist. Das traditionelle Beratungsunternehmen muss sich diesen Fragen stellen und für Schlagworte wie Digitalisierung, Big Data oder Personalmangel Lösungen finden.

Wie erwarten Sie die Nachfrageentwicklung in diesem Jahr?

Marc Kloepfel:Trotz weltweiter Turbulenzen geht es der deutschen Wirtschaft gut. Auch für das kommende Jahr sehe ich wenig Grund zur Besorgnis – der hohe Dollarkurs und der niedrige Ölpreis tun ihr Übriges. Dies sollte sich auch für die Consulting-Branche positiv auswirken. Bei Themen wie Produktionserweiterungen, Globalisierung und Fachkräftemangel greifen Unternehmen gern auf die Hilfe von Spezialisten zurück. Hier wird sich in diesem Jahr wenig ändern.

Wie werden sich die Tagessätze aus Ihrer Sicht entwickeln?

Marc Kloepfel: Ich bin generell kein Fan von Tagessätzen, daher haben wir diese weitgehend aus unserem Honorarmodell genommen. Wir arbeiten erfolgsabhängig und lassen uns an den Effekten unserer Arbeiter beteiligen – no cure, no pay. Aus meiner Sicht geht der Trend immer mehr in Richtung flexiblerer und vor allem leistungsorientierter Honorarmodelle.

Was die Entwicklung von Tagessätzen angeht, spüren wir eine zunehmende Abwärtsbewegung. Die großen Beratungsunternehmen sehen sich mehr und mehr in Konkurrenz zu kleineren, wesentlich günstigeren, Wettbewerbern – häufig auch Interim Managern. Unternehmen verstehen mehr und mehr, dass nicht der Name der Beratung der entscheidendste Faktor ist, sondern die Berater, die das Projekt vor Ort verantworten und durchführen.

Was haben Sie sich persönlich für dieses Jahr vorgenommen?

Marc Kloepfel: Neben den persönlichen Zielen, wie mehr Sport und etwas weniger Stress, ist es mein klares Ziel, die Kloepfel Consulting Gruppe für die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung in der Supply Chain fit zu machen. Wir wollen für unsere Kunden der erste Ansprechpartner für den zukunftsorientieren Einkauf sein. Hier haben wir einiges vor. Wir planen sowohl Zukäufe wie die Rekrutierung entsprechender Experten, um dieses Feld umfassend mit Kompetenz zu besetzen.

In der Interviewreihe sind bereits Kurzinterviews mit Markus Schweizer, EY und Hans-Georg Scheibe, ROI erschienen.


Hans-Georg Scheibe, ROI: „Wir erleben eine Renaissance der Strategieberatung“

Wie wird das Jahr 2016 aus Sicht der Unternehmensberater? In der Serie von Consultingmarket.de haben wir CEOs renommierter Beratungshäuser zum Beratermarkt befragt.

Hans-Georg Scheibe, ROI

Hans-Georg Scheibe, Vorstand der ROI Management Consultanting AG

Hans-Georg Scheibe ist Vorstand der ROI Management Consulting AG mit Sitz in München. Das Beratungshaus mit rund 100 Mitarbeitern ist auf die operative Exzellenz in Forschung & Entwicklung, Produktion und Supply Chain Management (SCM) spezialisiert. In den vergangenen Jahren hat sich ROI einen exzellenten Ruf erarbeitet. Unter anderem wurde ROI mit dem European Award for Excellence Beste Fabrik und von Prof. Fink als Hidden Champion des Beratungsmarktes im Bereich „Engineering & Production“ ausgezeichnet.

Interview mit Hans-Georg Scheibe, Vorstand der ROI Management Consulting AG

Was sehen Sie als großen Trend in der Consulting-Branche 2016?

Hans-Georg Scheibe: Wir erleben gerade in vielen Bereichen eine Verunsicherung – im Umgang mit neuen Technologien, Geschäftsmodellen, oder auch volkswirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. In solchen Zeiten ist eine grundsätzliche Orientierung  stärker gefragt. Daher glaube ich, dass wir eine gewisse Renaissance der Strategieberatung erleben werden und der Anteil der Strategie an den Projekten wahrscheinlich größer wird – zum Beispiel auch beim Thema Digitalisierung.

Wie erwarten Sie die Nachfrageentwicklung in diesem Jahr?

Hans-Georg Scheibe: Wir gehen von einer stabilen Entwicklung aus. Einige Branchen werden wahrscheinlich von einer konjunkturellen Abkühlung betroffen sein, was allerdings auch die Nachfrage nach Effizienzsteigerungsprojekten erhöhen wird.

Wie werden sich die Tagessätze aus Ihrer Sicht entwickeln?

Hans-Georg Scheibe: Ebenfalls stabil, wenn man mit dem richtigen Ansatz punkten kann. In Themenbereichen, die vermehrt zu Commodities werden, ist allerdings mit einem starken Preisdruck zu rechnen.

Was haben Sie sich persönlich für dieses Jahr vorgenommen?

Hans-Georg Scheibe: Wir werden die Industrialisierung unserer neu entwickelten Beratungsprodukte im Bereich Digitalisierung und Industrie 4.0 sehr konzentriert vorantreiben.

Als nächstes Kurzinterview in der Reihe von consultingmarket.de erscheint ein Interview mit Marc Kloepfel, Vorstand der Kloepfel Consulting


Markus Schweizer, EY: „Die Digitalisierung erhöht die Nachfrage nach transformationsbezogener Strategieberatung“

Wie wird das Jahr 2016 aus Sicht der Unternehmensberater? In der Serie von Consultingmarket.de haben wir CEOs renommierter Beratungshäuser zum Beratermarkt befragt.

Markus T. Schweizer, EY

Markus T. Schweizer ist Managing Partner Advisory Services GSA bei EY

Markus T. Schweizer macht den Anfang. Markus T. Schweizer ist Managing Partner Advisory Services bei EY (ehemals Ernst & Young) und für den Bereich Advisory in Deutschland, Österreich und Schweiz des Big4-Unternehmens verantwortlich. Im vergangenen Geschäftsjahr ist der Advisory-Bereich von EY im deutschsprachigen Raum um 13,1 Prozent auf 246 Mio. EUR gewachsen. Zur Zeit arbeiten rund 1.350 Management Consultants in der GSA Advisory von EY, weltweit sind es 35.000 Berater. Auszeichnungen beim Best of Consulting Wettbewerb der Wirtschaftswoche in den Bereichen Supply Chain Management und IT Management zeigen, dass EY in den vergangenen Jahren unter anderem auch durch den Zukauf von J&M Management Consulting zu einer führenden Managementberatung in Deutschland geworden ist.

Interview mit Markus t. Schweizer, Managing Partner Advisory Services, EY

Herr Schweizer, was sehen Sie als großen Trend in der Consulting-Branche 2016?

Markus T. Schweizer: Digitalisierung als Megatrend treibt nicht nur die Veränderung der Geschäftsmodelle unserer Kunden sondern auch die Struktur des Beratungsmarktes. Ich erwarte eine zunehmende Nachfrage nach transformationsbezogener Strategieberatung einerseits, aber auch nach eher operativen Beratungsleistungen in den Bereichen Analytics oder Cyber Security andererseits. Dazu kommen branchenspezifische Beratungstrends, z.B. in Bezug auf den Transformationsbedarf der Energieunternehmen, welcher sich aus der Energiewende in Deutschland ergibt.

Wie erwarten Sie die Nachfrageentwicklung in diesem Jahr?

Markus T. Schweizer: Ich erwarte weiterhin eine starke Nachfrage nach Beratungsleistungen und einen um ca. 6 bis 8 Prozent wachsenden Gesamtmarkt in Deutschland 2016. Im Rahmen der durch Digitalisierung oder andere Faktoren getriebenen Unternehmenstransformationen erwarte ich eine besonders große Nachfrage nach integrierten Beratungsleistungen, wobei die verschiedenen benötigten Kompetenzen aus einer Hand angeboten oder durch einen Generalunternehmer im Rahmen eines Konsortiums mehrerer Beratungsunternehmen geführt und koordiniert werden.

Wie werden sich die Tagessätze aus Ihrer Sicht entwickeln?

Markus T. Schweizer: Aufgrund der anhaltend starken Wettbewerbssituation sehe ich trotz steigender Nachfrage insgesamt keine signifikante Veränderung der durchschnittlichen Tagesraten. Für „mission critical“ Beratungsprojekte mit gesteigerter Komplexität und entsprechender Differenzierung der Anbieter sind Kunden nach wie vor bereit eine Prämie zu bezahlen, während Beratungsdienstleistungen mit stärkerer Standardisierung einem hohen Preisdruck ausgesetzt sind.

Was haben Sie sich persönlich für dieses Jahr vorgenommen?

Markus T. Schweizer: Persönlich habe ich mir vorgenommen, für unsere Advisory Practice die Voraussetzungen zu schaffen, um uns als bevorzugten Anbieter integrierter Transformationsberatungsleistungen zu positionieren. Spezifisch heißt das, dass wir weiterhin gezielt organisch und anorganisch unsere Teams ausbauen und über Partnerschaften mit Dritten unser Beratungs-Ökosystem erweitern werden.

Als nächstes Kurzinterview in der Reihe erscheint ein Interview mit Hans-Georg Scheibe, Vorstand der ROI Management Consulting AG