Category: Studie
Lab Consulting Barometer 2016 – Big Data gefährdet das klassische Geschäftsmodell der Unternehmensberater

Durch Big Data können Unternehmen immer mehr Daten automatisiert analysieren. Das ist zunächst ein lukratives Betätigungsfeld für Consultants. Neun von zehn Unternehmensberatern sehen in der Veränderung der Unternehmenslandschaft durch Big Data und Data Analytics eine Chance für ihre Branche, so das Consulting Barometer der Personalberatung Lab & Company. Doch einmal eingeführt, können Klienten ihre Daten selbst analysieren und benötigen keine externe Unterstützung mehr dafür. Einige der befragten Teilnehmer des Consulting Barometers sind der festen Überzeugung, dass Junior-Berater durch den Einsatz von Big Data in hohem Maße überflüssig werden. „Wenn ich die große Anzahl von Junior Beratern nicht mehr brauche, dafür aber um so mehr Köpfe mit Erfahrung, geschultem strategischem Denken und Branchenwissen, dann funktioniert das klassische Karrieremodell der Beratungen nicht mehr“, so Franziska Klein von Lab & Company. Denn das Pyramiden-Karriere-Modell der Beratung basiert darauf, dass eine große Anzahl von Berufseinsteigern mit einigen Managern für wenige Partner arbeitet. Es werde daher laut Lab & Company in Zukunft verstärkt darum gehen, die wenigen erfahrenen Berater zu halten und mehr Quereinsteiger zu gewinnen.

Die Zukunft gehört den Trusted Advisors

Laut Marcel Ramin Derakhchan, Managing Partner von LAB & Company, werden zukünftig vor allem solche Beratungsunternehmen Erfolg haben, deren Beratern es gelingt, Vertrauens- und Bezugsperson des Kunden zu sein. „Neben Methodenwissen und C-Level-Tauglichkeit, ist ausgeprägtes Branchen-Know-how sowie ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz notwendig“, so Derakhchan. Trusted Advisor ihrer Klienten zu werden, versuchen allerdings viele Beratungsunternehmen mit unterschiedlichem Erfolg. Gerade hat eine aktuelle Studie von Source for Consulting wieder ergeben, dass die Klienten gerne Konzept und Implementierung von unterschiedlichen Beratungshäusern durchführen lassen.

Das Consulting Barometer von Lab & Company 2016

Im jährlichen Consulting Barometer von Lab & Company, das bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde, sahen rund drei Viertel der befragten Berater, dass sich die Rolle der Berater stärker in Richtung eines Navigators und Coaches für das Top- Management verändern wird. 72 % glauben, dass die strategische Bewertung von Datenanalysen als Kernaufgabe von Beratern zunehmen wird. Die Fähigkeit, auf unstrukturierte und unklare Fragestellungen durch den systematischen Einsatz von Analytics konkrete Antworten zu geben, wird ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der Berater werden. Allerdings bleibt zu erwarten, dass für die Bewertung der Daten eher weniger, aber dafür erfahrenere Berater benötigt werden, als für das Erstellen von Basisanalysen.

Trends erschüttern die Beraterpyramide

Zusammenfassend könnte man sagen, dass kurzfristig die digitale Transformation erhebliche Umsatzpotentiale eröffnet, langfristig aber wohl auch disruptive Auswirkungen auf die Branche hat. Erstens weil der Bereich der Datenanalyse deutlich schrumpfen wird und zweitens weil die heutige Beraterpyramide nicht mehr für die Anforderungen der Klienten passt.

Die ausführlichen Ergebnisse finden Sie auf den Seiten hier

 


Die Wirtschaftsprüfer im War for Talents – Manager Magazin deckt strategische Schwäche der Wirtschaftsprüfer auf

Beratungsunternehmen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind auf sehr gute und qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Eine aktuelle Studie des Berliner Beratungsunternehmens Trendence unter Hochschulabsolventen und Young Professionals in der aktuellen Ausgabe des Manager Magazins deckt hier allerdings Risiken vor allem für Wirtschaftsprüfer auf.

Wirtschaftsprüfer bei den Absolventen top

Die Big 4 punkten zwar besonders bei den Hochschulabsolventen und können sich Spitzenplätze sichern: PWC mit Platz 9, EY 12, KPMG 16 und Deloitte immerhin noch mit Platz 32. Allerdings tritt dann bei den Wirtschaftswissenschaftlern im Job Ernüchterung auf, so dass das Ranking bei den Young Professionals anders aussieht: PWC 14, EY 21, KPMG 30, Deloitte 69. Zum Vergleich verbessern sich die Strategieberater McKinsey von 13 auf 4, BCG von 18 auf 6, Bain von 65 auf 25 und Roland Berger von 61 auf 39. Auch ein großes Beratungsunternehmen wie Accenture steigt von Rang 61 unter den Hochschulabsolventen auf Platz 16 bei den Young Professionals.

Trendence Studie Manager Magazin

PWC, EY, KPMG und Deloitte sind bei den Hochschulabsolventen top, bei den young professionals eher nicht

Attraktivität der Big 4 sinkt mit der Berufserfahrung

„Mehr Augenhöhe, weniger Hierarchie. Das ist dringend nötig, denn Image und Realität klaffen in kaum einer anderen Branche so stark auseinander wie bei den Wirtschaftsprüfern“, schreibt Klaus Werle in seinem Artikel. Der Trendence-Geschäftsführer Holger Koch wird wie folgt zitiert: „EY und andere sind typische Karrieresprungbretter.“ Für viele seien klassische Berater nach einigen Jahren attraktiver. Die geringe Attraktivität von Wirtschaftsprüfern für erfahrene Berater deckt sich auch mit den Ergebnissen des Consulting Monitors von OdgersBerndtson. Insbesondere für Senior Consultants stehen spezialisierte Beratungen höher im Kurs.

Besonders spannend ist zu sehen, in welchen Kriterien sich das Bild einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft verschlechtert. Hatten Absolventen besonders für Gehalt und Karriereperspektiven hohe Punktzahlen vergeben, so gehen diese bei den Berufserfahrenen deutlich zurück. Besonders gering sind sie in – für die Generation Y wichtigen – Kriterien Innovation und Work-Life-Balance.

Marktpositionierung von EY, PWC, KPMG und Deloitte ist sehr stark

Ist nun alles schlecht bei den Big4? Globale Präsenz, ein breites Kompetenzspektrum und ein exzellenter Ruf bei Entscheidern sind die strategischen Trümpfe von EY, KPMG, PWC und Deloitte. Sie stechen auch, wie man an den guten Wachstumszahlen ablesen kann. Nachdem die großen Vier ihre Consulting-Expertise gestärkt haben, sind sie jetzt gefordert, ihre Unternehmenskultur zu modernisieren. Dabei helfen die wachsenden Advisory-Units und die zugekauften Beratungsteams. Andererseits wird es mit der klassischen Pyramidenstruktur schwierig werden, weil sie zu einem ausgeprägten Statusdenken und Besitzstandswahrung verleitet.

Es wird spannend zu sehen, welche Rezepte die Wirtschaftsprüfer in den kommenden Jahren entwickeln, um junge Talente mit digitaler Kompetenz zu gewinnen und zu halten, sich als Unternehmen selbst zu digitalisieren und zu flexibilisieren, um weiter konkurrenzfähig zu bleiben, am Markt und auf dem Bewerbermarkt gleichermaßen.

Gute Nachrichten für BCG, McKinsey und Co.

Und die positive Nachricht für klassische Beratungsunternehmen. Berufserfahrene sehen Consulting als attraktiven Beruf an. Die Reputation, welche die Strategieberater früher bei den Absolventen hatten, holen sie sich nach wenigen Jahren bei den erfahrenen Young Professionals wieder.


Wie Klienten bei der Auswahl von Beratern vorgehen und wie sich Consultants darauf einstellen sollten

Der Erfolg von Beratungsunternehmen hängt davon ab, ob sie interessante Kunden überzeugen und spannende Projekte zu einem adäquaten Tagessatz akquirieren können. Neben dem persönlichen Netzwerk der Unternehmensberater gewinnt auf dem Beratermarkt eine professionelle Vermarktung immer mehr an Bedeutung. Nachfolgend möchte ich sechs Tipps geben, wie Berater ihr Marketing verbessern können.

1. Den Entscheidungsprozess der Kunden kennen

Interessant ist zunächst zu sehen, was Kunden von Beratungsunternehmen vor der Auswahl eines Beratungshauses tun, um sich zu informieren. Dies verändert sich momentan ganz erheblich, da die digitalen Kanäle an Bedeutung gewinnen. Der amerikanische Verband der Managementberater (AMCF) hat hierzu im vergangenen Jahr insgesamt 692 Entscheider aus Kundenunternehmen umfassend nach ihrem Verhalten bei der Beraterauswahl befragt. Es zeigt sich, dass die persönlichen Empfehlungen weiter die wichtigsten Kriterien sind, Online-Kanäle wie Webseite, Online-Publikationen, Suchmaschinen und Webinars zulegen.

AMCF Studie

2. Von den Besten lernen

Die internationalen Marktführer McKinsey, Boston Consulting und Strategy& (vormals Booz & Company) haben seit vielen Jahren insbesondere durch Content Marketing ihre Spitzenposition ausgebaut und gefestigt. BCG Perspectives und McKinsey Quarterly sind exzellente Beispiele wie man durch Content Marketing seine Thought Leadership ausbauen kann.

3. Aber nicht nur einfach kopieren, sondern seinen eigenen Weg gehen

Dennoch ist es keine gute Strategie, die großen Strategieberater einfach nur kopieren zu wollen. Unternehmensberater wissen, dass rote Ozeane deutlich unbequemer sind als blaue. Wenn das große, gut gemachte Original nur einen Mausklick entfernt ist, warum soll ich dann die Hinz & Kunz Consulting Perspectives lesen?

4. Eine passende Nische für die eigene Beratung finden

Es gilt vielmehr eine Nische zu besetzen. Beispiel Internet of Things (IoT). Dieses Megathema deckt McKinsey zwar auch ab, aber eher auf einer eher generischen CEO-Ebene und nicht in einer Tiefe und Breite, wie es für CIOs oder COOs notwendig ist. Man sollte sich daher fragen: Wer ist denn genau meine Zielgruppe, welche Herausforderungen hat diese und mit welchen Informationen kann ich als Berater beitragen, dass diese Zielgruppen diese Herausforderungen besser meistern können? So kann es beispielsweise schon einen deutlichen Mehrwert für eine bestimmte Zielgruppe bringen, neue Erkenntnisse von anderen für sie speziell aufzubereiten und einzuordnen. Wieder am Beispiel IoT: Welche Vorteile bringen die neuesten IoT Trends dem Leiter Produktion eines Industrieunternehmens.

5. Digitale Wege einschlagen

Das Internet ist für Beratungsunternehmen zwar kein Neuland mehr, allerdings hinken Consultants hier den B2C Branchen deutlich hinterher. Dabei zeigt die Analyse der AMCF, dass die digitalen Kanäle im Vertriebsprozess nicht zu unterschätzen sind. Man darf sie außerdem nicht als Ersatz, sondern sollte sie als ergänzende Maßnahmen sehen. Denn Berater werden auch heute erst nach mehreren persönlichen Kontakten beauftragt und nicht in den Online-Warenkorb gelegt. Übrigens haben sowohl BCG als auch McKinsey in den vergangenen Jahren ihren Fokus im Content Marketing bereits von Print auf Online gewechselt. Die meisten Berater wissen aber noch nicht so recht, was sie im digitalen Marketing tun sollen und vor allem wie.

Consulting_Firms_Digital_Marketing

6. Konsequent durchhalten

Es gibt sicherlich kurzfristig erfolgreiche Marketing-Maßnahmen. Gut gemachte Newsletter und Mailings können schnelle Erfolge erzielen. Für viele der Marketing-Maßnahmen benötigt man allerdings etwas Geduld. Übrigens ist dieser Consulting-Blog ein gutes Beispiel dafür. www.consultingmarket.de konnte in den ersten drei bis vier Monaten wirklich nicht viele Besucher verzeichnen. Da ich auf intensives Outbound-Marketing für den Blog verzichtet hatte, hatte es mich nicht überrascht, anfangs nur zweistellige Besucherzahlen pro Monat zu erzielen. Mit der Zeit etabliert sich ein gut gemachter Blog, das Suchmaschinenranking beginnt zu greifen, und die Nutzerzahlen steigen. Heute erreiche ich regelmäßig eine vierstellige Zahl an Lesern aus der Beraterbranche im Monat.

Haben Sie noch weiteres Interesse an Marketingtipps für Berater? In den nächsten Tagen erscheint ein Artikel zum Thema Thought Leadership & Content Marketing im Consulting. Gerne informiere ich Sie in meinem Newsletter über die neuen Themen auf dem Blog. Melden Sie sich dazu einfach für den Newsletter an.

Weitere Tipps zum Thema Lead Generierung gibt es in dem Whitepaper Lead Generation von WYZE Projects. Geben Sie einfach Ihre Mail-Adresse ein, damit ich Ihnen danach umgehend das Whitepaper „Lead Generation im Consulting“ als PDF an Ihre Mailadresse zusenden kann.


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Kunde zuerst. Wirklich? Ergebnisse einer aktuellen Studie zur Kundenorientierung von Beratern

Wir kennen das. Jeder weiß, wie man gesund leben kann, aber nicht jeder tut es. Dann wird der Dauerlauf auf morgen verschoben und doch noch einmal ausnahmsweise der Nudelauflauf bestellt statt eines Feldsalates. Kognitive Einstellungen wie die Kenntnisse über gesunde Ernährungsregeln haben eben keinen leichten Stand gegen affektive wie das Essverhalten.

Ähnlich geht es in Unternehmen mit der Kundenorientierung. Klar, sie ist wichtig. Sie steht auch an erster Stelle im Leitbild, das man sich in langen Strategieworkshops gegeben hat. Darauf konnte man sich auch recht schnell kognitiv einigen, bevor die zähen Diskussionen über Reisekostenrichtlinien, Firmenwagenregelungen und Vergütungssysteme geführt wurden.

Eine Studie der Unternehmensberatung Fendel & Partner hat jetzt die große Bedeutung der Kundenorientierung im Consulting bestätigt. 88 Prozent finden der Teilnehmer, dass die Kundenorientierung zentral für den Geschäftserfolg ist. Die Kundenbeziehungen seien laut Teilnehmer auch überwiegend sehr gut. Interessant sind die Gründe, die einer noch stärkeren Kundenorientierung aus Sicht der Teilnehmer entgegenstehen und was die Teilnehmer aus ihrer Sicht besser machen könnten.

Verbesserungspotentiale für Kundenorientierung

Was Berater aus ihrer Sicht noch für mehr Kundenorientierung machen können

Doch es gibt zwei Punkte, die aufmerken lassen: In der (affektiven) Unternehmenspraxis sieht die konkreten Umsetzung der Kundenorientierung dann doch nicht ganz sooo gut aus, nämlich nur recht gut. Und: Die Kundenwünsche sind eher unklar. Die Autoren von Fendel & Partner schreiben: „Interessant finden wir, dass die wahrgenommene Kundenbeziehung und die Weiterempfehlungsquote offenbar sehr gut sind, man aber die wirklichen Kundenwünsche nicht so genau kennt.“ Um danach zu empfehlen: „Vielleicht könnte man öfter mal bereit sein, sehr genau zuzuhören und sich überraschen zu lassen? Und dann etwas Neues zu entdecken, das einen weiterbringt.“ Vielleicht also mehr mit den Kunden reden als über Vergütungssysteme?

Wer also etwas Neues zur Kundenorientierung lesen will, dem sei die kurze Studie von Fendel & Partner ans Herz gelegt: Die gesamte Studie zur Kundenorientierung in der Unternehmensberatungen gibt es als PDF.

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Consulting 4.0 – Aktuelle Studie zur Digitalisierung in der Beratung

Die Digitalisierung führt zu dramatischen Veränderungen in der Industrie. Die digitale Transformation verändert jedoch auch das Geschäftsmodell der Consultants selbst. Ist die Digitalisierung im Consulting nur ein kurzfristiger „Hype“ oder ein echter „Game Changer“? Wie wichtig ist Consulting 4.0 für die Unternehmensberatungen und ihre Klienten wirklich? Und wo hat die Digitalisierung in der Consulting Value Chain die größten Auswirkungen?

NEWCOVENTURE und Consultingsearcher.com starten gemeinsame Consulting 4.0 Studie

NEWCOVENTURE und Consultingsearcher.com wollen es genau wissen und haben daher eine Befragung unter Entscheidern aus Consultingunternehmen und Einkäufern von Beratungsleistungen gestartet. NEWCOVENTURE gehört mit mehr als 550 registrierten Consultants zu den größten Communities für Top-Consultants in Deutschland. Consultingsearcher® ist das Premium-Portal für den Bezug von Unternehmensberatung.

Was ändert sich in der Consulting Value Chain durch die Digitalisierung?

Die gemeinsame Studie soll wichtige Erkenntnisse liefern, wie sich Consulting und Beratungseinkauf durch die Digitalisierung verändern. Hier geht es zum Fragebogen der Studie „Consulting 4.0 – Die Digitalisierung der Beratung“:

https://de.surveymonkey.com/r/9PKTXYX

Auf Wunsch erhalten die Teilnehmer die Studienergebnisse kostenfrei per Mil zugesendet.